
2026: erste Ergebnisse
Drei Strecken von 2026 sind auf der Seite: 117,7 km, 63 km und 14,6 km. Die Ergebnisse der kurzen Strecke sind an der Quelle noch nicht vollständig; sobald sie es sind, fließt 2026 in alle Vergleiche dieses Artikels ein und er wird über 10 Austragungen neu berechnet.
Auf der langen Strecke siegte bei den Männern Vasilii Korytkin (Russland): 10:38:35, 4:10 pro Leistungskilometer. Das ist Platz 2 von 10 Siegen nach Tempo pro Leistungskilometer (dasselbe Tempo wie der Sieg von 2023; der Abstand liegt unter einer Sekunde).
Bei den Frauen gewann Tuğçe Karakaya in 12:13:49 (4:48 pro Leistungskilometer): der schnellste Frauensieg der Serie nach Tempo pro Leistungskilometer. Zweite: Beyza Güzel (13:11:57).
Das Feld: von 696 auf 2.004, dann ein neues Gleichgewicht
Bei der ersten Austragung (2016) kamen auf drei Strecken insgesamt 696 Teilnehmende ins Ziel. Drei Jahre später, 2019, waren es 2.004, das 2,9-Fache; das ist bis heute der Rekord. 2020 fand das Rennen nicht statt. Seit 2021 liegt die Zahl der Finisher zwischen 1.585 und 1.765.
Die Zahl für 2025 braucht eine Erläuterung: In diesem Jahr kam eine neue Strecke über 15 km hinzu, auf die 473 Finisher entfielen. Auf den drei klassischen Strecken (lang, mittel, kurz) sieht es anders aus: 2025 kamen dort 1.292 Läufer ins Ziel, so wenige wie seit 2017 nicht mehr, 64,5 % des Rekords von 2019.
Die Strecke ist nicht jedes Jahr gleich
Die lange Strecke maß zwischen 116,5 km (2017) und 120,3 km (2021), der Gesamtanstieg lag zwischen 3.300 m (2017) und 3.903 m (2021). Wer die Zielzeiten zweier Jahre direkt vergleicht, vergleicht zwei unterschiedlich lange Rennen.
Deshalb haben wir die Sieger nach dem Tempo pro Leistungskilometer gereiht. Der Leistungskilometer (km-effort) ist im Trailrunning ein gängiges Maß: Je 100 Höhenmeter Anstieg zählen als 1 km (ITRA). Die lange Strecke von 2025 mit 118,2 km und 3.721 Höhenmetern ergibt 155,4 Leistungskilometer. Teilt man die Zielzeit durch die Leistungskilometer, lassen sich Sieger verschiedener Jahre auf dieselbe Waage legen.
Das schnellste Jahr
Nach der Uhr am schnellsten: Gediminas Grinius (Litauen), 2017, 10:56:07. Doch die Strecke war in jenem Jahr 116,5 km lang. Nach Tempo pro Leistungskilometer liegt Dmitry Mityaev (Russland, 2023) vorn: 4:10 pro Leistungskilometer. Der Sieg von 2017 steht in dieser Rangliste auf Platz 4.
In 9 Austragungen hat nur Oğuzhan Emre Singer die lange Strecke zweimal gewonnen (2022 und 2024). Der Sieg von 2024 (11:30:23) belegt nach Tempo pro Leistungskilometer Platz 3 – der schnellste Sieg eines türkischen Läufers auf dieser Strecke.
Bei den Frauen war der schnellste Sieg nach Tempo pro Leistungskilometer: Lou Clifton, 2019, 12:41:32 (4:50 pro Leistungskilometer). Die beiden letzten Austragungen gewann Beyza Güzel; diese Siege belegen die Plätze 4 (2024) und 6 (2025).
| Jahr | Sieger | Zeit | Tempo pro Leistungs-km | Siegerin | Zeit | Tempo pro Leistungs-km |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2016 | Aleksei Tolstenko | 12:13:08 | 4:52 | Anna-Marie Watson | 14:25:49 | 5:45 |
| 2017 | Gediminas Grinius | 10:56:07 | 4:23 | Mariya Nikolova | 14:26:16 | 5:48 |
| 2018 | Andrea Macchi | 11:12:34 | 4:24 | Maria Miteva Nikolova | 13:14:29 | 5:12 |
| 2019 | Noël Yannick | 11:12:07 | 4:16 | Lou Clifton | 12:41:32 | 4:50 |
| 2021 | Diego Pazos | 11:50:22 | 4:28 | Dominika Stelmach | 13:16:12 | 5:00 |
| 2022 | Oğuzhan Emre Singer | 12:20:57 | 4:41 | Ivana Kolaric | 16:23:11 | 6:13 |
| 2023 | Dmitry Mityaev | 10:59:32 | 4:10 | Ekaterina Mityaeva | 13:00:23 | 4:56 |
| 2024 | Oğuzhan Emre Singer | 11:30:23 | 4:22 | Beyza Güzel | 13:40:40 | 5:11 |
| 2025 | Stanislav Sabokar | 12:33:13 | 4:51 | Beyza Güzel | 13:50:32 | 5:21 |
Wo wird aufgegeben?
Der Anteil der Starter auf der langen Strecke, die nicht ins Ziel kamen, lag zwischen 19,6 % (2019) und 33,7 % (2023). Das härteste Jahr war 2023: Von 190 Startern kamen 64 nicht ins Ziel. Den Grund verraten die Ergebnisse nicht; zu Wetter oder Streckenbedingungen müsste man die Unterlagen des Veranstalters heranziehen.
Wo sie aufgaben, zeigen die Daten dagegen sehr wohl. Wir haben den letzten Kontrollpunkt betrachtet, an dem jeder Läufer gemessen wurde. In allen 9 Austragungen war der häufigste Ausstiegsort derselbe: Ürgüp (2019 gleichauf mit einem anderen Punkt). Ürgüp liegt ungefähr in der Mitte der Strecke (km 58 bis 64), und dort hat das Rennen auch seinen Sitz. Von den 508 Läufern, die in 9 Austragungen auf der langen Strecke aufgaben, stiegen 136 (26,8 %) dort aus.
Frauen
Auf den drei klassischen Strecken lag der Frauenanteil unter den Finishern 2016 bei 26,9 % und 2025 bei 30,9 %. Auf der 2025 neu hinzugekommenen 15-km-Strecke betrug er 50,5 %. Auf der langen Strecke tut sich dagegen wenig: Der Frauenanteil liegt zwischen 10,0 % (2018) und 16,7 % (2023); 2025 kamen dort 15 Frauen ins Ziel.
Die Welt in Kappadokien
2016 kamen die Finisher aus 33 Ländern; der Höchstwert waren 71 im Jahr 2022, 2025 waren es 62. Jedes Jahr kamen zwischen 31,2 % und 39,8 % der Finisher von außerhalb der Türkei. (Die Ergebnisse von 2018 und 2019 enthalten keine Nationalität; diese Jahre sind nicht berücksichtigt.)
Die Treuen
In 9 Austragungen gab es 13.693 Zieleinläufe, verteilt auf rund 10.000 verschiedene Personen. 77,8 % der Finisher haben Kappadokien nur einmal beendet. Am anderen Ende stehen 5 Läufer, die alle 9 Austragungen beendet haben: Hakan Demiröz, Mikail Topcu, Murat Alper Talı, Mustafa Ekseri und Tolga Güler.
Die meisten Zieleinläufe auf der langen Strecke haben Cevdet Alyılmaz und Tolga Güler: je 8.